US-Sängerin Taylor Swift gewann Grapsch-Prozess gegen Ex-DJ

Singer-songwriter Taylor Swift performs her only full concert of 2016 during the Formula 1 United States Grand Prix at Circuit of The Americas on October 22, 2016 in Austin, Texas. / AFP PHOTO / SUZANNE CORDEIRO

Taylor Swift hat in dem

Grapsch-Prozess gegen den früheren Radio-DJ David Mueller einen Sieg errungen. Nach vierstündigen Beratungen stellten sich die acht Geschworenen in Denver (US-Staat Colorado) am Montag auf die Seite der 27-jährigen Sängerin, wie der Sender CNN berichtete. Mueller muss Swift als Entschädigung ein symbolisches Schmerzensgeld in Höhe von einem Dollar zahlen.

   Der Disput drehte sich um einen Vorfall bei einem Fototermin im Juni 2013 in Denver, bei dem Mueller der Sängerin unter den Rock gegriffen haben soll. Der DJ, der die Grapschvorwürfe abstritt, hatte damals seinen Job bei einem Radiosender verloren. In seiner Klage gegen Swift und ihr Team behauptete er, deren Anschuldigungen hätten zu der Kündigung geführt. Swift konterte mit einer Gegenklage wegen Körperverletzung und sexueller Belästigung.

   Die Sängerin pochte nur auf eine symbolische Entschädigung. Nach Darstellung ihres Anwalts wollte sie allen Frauen zeigen, dass man sich gegen sexuellen Missbrauch wehren kann. Mueller wiederum hatte eine Millionenentschädigung verlangt.

   Swift nahm sich vorige Woche im Zeugenstand kein Blatt vor den Mund. Der Mann habe unter ihrem Kleid nach ihrem „nackten Hintern“ gegriffen. Es sei ein „sehr langes Grapschen“ gewesen, erläuterte der Popstar im Gericht. Auch ihre Mutter, Andrea Swift, sagte als Mitangeklagte aus. Ihre Tochter sei nach dem Vorfall „sehr aufgewühlt“ und „schrecklich beschämt“ gewesen sei.

   Im Backstage-Bereich einer Konzerthalle hatte Swift mit Gästen, darunter Mueller, für Fotos posiert. Der DJ wies die Vorwürfe zurück. Er habe die Sängerin, wenn überhaupt, unabsichtlich in der Rippen-Gegend berührt, führte Mueller aus.

DENVER, CO – AUGUST 14: Taylor Swift’s attorney J. Douglas Baldridge (L) speaks to a media scrum following the verdict of the civil case of Taylor Swift vs David Mueller at the Alfred A. Arraj Courthouse on August 14, 2017 in Denver, Colorado. A jury found in favor of Swift, her mother, and a radio promotions director in the case. Theo Stroomer/Getty Images/AFP

   Swift wiederum erhielt Schützenhilfe von ihrem früheren Bodyguard. Er habe deutlich gesehen, wie der Radio-DJ der Sängerin unter den Rock gegriffen habe, gab ihr ehemaliger Mitarbeiter Greg Dent zu Protokoll.

   Schon am Freitag hatte Swift einen Teilsieg in dem Zivilprozess errungen. Der Richter verwarf die Vorwürfe gegen die Sängerin, dass sie persönlich eine Mitschuld an der Entlassung Muellers trage. Am Montag sprachen die Geschworenen auch ihre Mutter und einen früheren Mitarbeiter, Radiomanager Frank Bell, von diesem Vorwurf frei.

 

 

Bildquelle: APA (GETTY)/Theo Stroomer
Bildtitel: Swifts Anwalt J. Douglas Baldridge (li.) im Medienrummel APA0000
2017-08-15/06:50 
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