Tony Rei – Österreichs Meisterillusionist und Rekordmagier
Wien – Seit mehreren Jahrzehnten zählt Tony Rei zu den prägendsten Persönlichkeiten der österreichischen Zauberkunst. Mit spektakulären Illusionen, waghalsigen Rekordversuchen und einer unverwechselbaren Bühnenpräsenz schuf er ein Lebenswerk, das weit über die Grenzen des Landes hinaus Anerkennung fand. Seine Karriere spiegelt sich in zahlreichen nationalen und internationalen Auszeichnungen wider – ein beeindruckender Weg, der von Leidenschaft, Mut und Innovationsgeist geprägt ist.
Aufstieg eines Illusionisten – Die frühen Erfolge
Bereits in den 1970er-Jahren etablierte sich Tony Rei als einer der gefragtesten Magier Österreichs. Von 1977 bis 2008 veranstaltete er im Wiener Hilton den legendären Ball der Magier, der über drei Jahrzehnte hinweg zu einem gesellschaftlichen Fixpunkt wurde und generationenübergreifend begeisterte.
Sein Talent, große Bilder zu schaffen, führte 1981 zu einer der wichtigsten Ehrungen der Werbebranche:
1981 erhielt Tony Rei den Österreichischen Staatspreis für die beste Fernsehwerbung, ein Meilenstein, der seinen kreativen Mut auch außerhalb der Bühne sichtbar machte.
Rekorde, Weltmeistertitel und spektakuläre Illusionen
Der internationale Durchbruch folgte in rasantem Tempo:
- 1983 wurde er mit 1594 verschiedenen Zaubertricks in das Guinness Buch der Rekorde aufgenommen – eine bis dahin unerreichte Leistung.
- 1984 errang Tony Rei den Titel Weltmeister im Dauerzaubern, ein Beweis für seine körperliche und mentale Ausdauer.
- Ebenfalls 1984 folgte ein weiterer Eintrag im Guinness Buch der Rekorde, diesmal für das öffentliche Schwebenlassen von drei Jungfrauen unter freiem Himmel – eine Sensation, die weltweit für Aufmerksamkeit sorgte.
Ein Künstler mit Raubkatze und Risikobereitschaft
Unvergesslich sind seine Auftritte mit seinem handzahmen Jaguar Reza.

Ebenso legendär bleiben seine waghalsigen Stunteinlagen: Mit verbundenen Augen fuhr Tony Rei seinen Ferrari den Semmering hinauf und absolvierte für das Fernsehen eine blind gefahrene Runde um den traditionsreichen Marchfelderhof.
Zu seinen größten öffentlichen Illusionen zählt auch jener Moment, als er am Wiener Rathausplatz ein Motorrad verschwinden ließ – ein Spektakel, das tausende Zuschauer in Staunen versetzte.
Fernsehen für die Jüngsten
Ein besonderes Kapitel seines Schaffens widmete er dem Nachwuchs:
Für den ORF entstanden 14 Folgen der Kindersendung „Zauberei – Zauberei“, die den Kindern auf spielerische Weise die Faszination der Magie näherbrachten.
Ehrungen für ein außergewöhnliches Lebenswerk
Sein Beitrag zur Kultur wurde mehrfach ausgezeichnet:
- 1987: Ernennung zum Künstler des Jahres
- 2001: Verleihung des Goldenen Rathausmannes der Stadt Wien
- 2007: Verleihung des Silbernen Ehrenzeichens des Landes Niederösterreich
- 2008: Verleihung des Silbernen Verdienstzeichens der Stadt Wien
- 2019: Verleihung des Goldenen Ehrenzeichens für Verdienste um die Republik Österreich
Ein Vermächtnis voller Staunen
Tony Rei hat die Kunst der Illusion über Jahrzehnte hinweg geprägt. Seine Shows verbanden technische Perfektion mit erzählerischer Poesie, seine Rekorde setzten internationale Maßstäbe, und seine Ehrungen würdigen ein Leben, das ganz dem Staunen und der Magie gewidmet war.
Ob mit schwebenden Jungfrauen, raubkatzenbegleiteten Illusionen oder blind gefahrenen Rekordfahrten – Tony Rei verstand es wie kaum ein anderer, die Grenzen des Möglichen immer wieder neu zu definieren. Sein Werk lebt weiter – auf Bühnen, in Erinnerungen und in der Geschichte der österreichischen Unterhaltungskunst.

